Die Insel KRK

die widersprüchlichste in der Kvarner Bucht

Beim ersten Blick auf die Insel erscheint sie spröde und ablehnend. Auf der zum Festland gewandten Seite Steilabhänge und unwirkliche Karstflächen, wo nur noch Schafherden ihr Auslangen finden. Über den schroffen Felswänden ziehen die Gänsegeier ihre Kreise.

Doch schon nach wenigen Minuten Fahrt erheben sich vor der Kulisse des Kalkgebirges sanfte grüne Hügel mit Olivenbäumen und Weinstöcken bewachsen. In den fruchtbaren Tälern gedeihen ca. 2000 teilweise seltene Pflanzenarten. Dazwischen immer wieder Felder mit den köstlichen südländischen Gemüsesorten bestellt. Krk ist mit 410 Quadratkilometern die größte Kroatische Insel und durch die 1980 erbaute Brücke bequem zu erreichen. Seither haben sich auch die an den Küsten liegenden Orte zu Touristenzentren entwickelt, die alles, was das Urlauberherz begehrt, bieten. Selbstverständlich findet man an den trandpromenaden jeder Ortschaft Restaurants, Cafes, Diskotheken, Souvenierläden, einfach alles- denn Krk ist eines der beliebtesten Ferienziele Kroatiens. In der vor 2000 Jahren von den Römern gegründeten Inselhauptstadt Krk (ca.20 Min.mit dem Auto) sind noch Befestigungsbauten aus allen Epochen der Stadtgeschichte erhalten.

In der Bucht von Punat (ca.15 Min) befindet sich die größte Marina der Adria. Vom kleinen Segler bis zur Luxusjacht legen hier die Boote an. Entsprechend vielfältig ist das Angebot an Unterhaltungsmöglichkeiten. In der Hauptsaison findet man an der Strandpromenade unzählige Souvenirstände, Kioske und diverse Freizeitangebote, auch für Kinder z.B. Luftburgen, Elektrocars, Trampolins, usw. Ein Wasserskilift, Segelschulen, Motorradverleih, Fahrradverleih,.... Auf den Terrassen grösserer Lokale am Abend Livemusik und Tanz.

Kulturell interressant ist die kleine Klosterinsel Koslun. Das Franziskanerkloster besitzt eine der größten Bibliotheken.

Die Kontinuität der Siedlungen auf der Insel Krk reicht vom Neolithikum (Höhlen am Rande von Baška draga, Höhle „Vrbnicka spilja“ bei Vrbnik über die Bronze- und Eisenzeit (Burgen und Hügelgräber bei Malinska, Gabonjin, Dobrinj, Vrbnik, Baška) bis zu den heutigen Tagen.

Die ältesten bekannten Inselbewohner waren die Liburner. Zur Römerzeit stand an der Stelle der heutigen Stadt Krk die Siedlung Curicum. Vor Krk fand 49 v. Chr. die Seeschlacht zwischen den Flotten Cäsars und Pompeius` statt. Im Mittelalter stand die Insel Krk unter der Herrschaft von Byzanz, danach Venedigs (seit 1000), eine Zeit lang unterstand die Insel Krk den kroatischen Herrschern (in der zweiten Hälfte des 11. Jh.) und darauf wurde es wieder von Venedig (bis 1358) regiert. Im Jahre 1118 überließ Venedig anhand eines Vertrags die Insel den Fürsten von Krk, der späteren Familie Frankopan. Im 13. und 14. Jh. waren die Frankopanen eine der mächtigsten Adelsfamilien in Kroatien. Seit 1358 erkennen sie die Oberherrschaft der kroatisch-ungarischen Könige an. Das letzte Mitglied dieses Geschlechts stellte die Insel (1480) unter den Schutz Venedigs. So wurde Krk, als letzte kroatische Insel, an das venezianische Dalmatien angeschlossen. In diesem Verband blieb sie bis 1797, danach teilte sie das Schicksal von Dalmatien und Istrien.

In der Vergangenheit war die Insel Krk ein herausragendes Zentrum des glagolitischen Schrifttums (das älteste erhaltene glagolitische Denkmal auf Krk ist eine Inschrift aus dem 11. Jh., die aus der einstigen Benediktinerabtei des hl. Laurentius in der Stadt Krk stammt). Der Papst Innozenz IV. erlaubte 1252 in einem Schreiben den Benediktinern aus Omišalj, den Gottesdienst in altkirchenslawischer Sprache zu halten. Durch diesen, an den Bischof von Senj gerichteten Brief, wurde der Gottesdienst in slawischer Sprache vom Papst offiziell anerkannt.

Zwischen den zahlreichen, auf der Insel Krk entstandenen Denkmälern ragen besonders die Tafel von Baška aus Jurandvor bei Baška, die Verfassung von Vrbnik „Statut vrbnicki (1388)“ und das mit Miniaturen verzierte Messbuch von Vrbnik „Vrbnicki misal“ aus dem Jahre 1642 heraus. Die Glagolitische Schrift war auf der Insel Krk bis zu den ersten Jahrzehnten des 19. Jh. im Gebrauch geblieben. Bemerkenswert ist eine Reihe bedeutender Denkmäler aus verschiedenen Stilepochen der Architektur: von der altchristlichen (Reste der einstigen Doms der Stadt Krk) und der altkroatischen Epoche (St. Donatus bei Punat, St. Chysogonus bei Glavotok) über die Frühromanik (St. Veit bei Dobrinj, St. Lucia in Jurandvor, St. Johannes in Baška) und die reife Romanik (St. Maria in Omišalj, Dom und St. Quirinius in der Stadt Krk) bis zur Gotik (St. Franziskus in der Stadt Krk, Klosterkirche auf Kosljun, Kapelle der Frankopanen im Dom von Krk, Patrizierhäuser in Krk).

Die Insel Krk ist in ethnographischer Hinsicht besonders interessant (Volksbräuche, Trachten, Handwerke, archaische Mundart, Lieder und Volksweisen).

Quelle: kroat. Zentrale für Tourismus (HTZ)